Die aktuelle deutsche Ausgabe der Zeitschrift „What is enlightment“ (WIE) hat das Schwerpunktthema: „Ein neuer Blick auf Ökologie, Politik & Bewusstsein“. Bedingt durch meine Arbeit frage ich mich immer wieder, ob sich das Thema Ökologie aus einer anderen Perspektive nicht auch anders buchstabieren ließe. Die Artikel in WIE scheinen meiner Vermutung recht zu geben. Inspirierend zu lesen, dass wir Menschen in dieser Betrachtung nicht mehr die Ursache allen Übels auf diesem Planeten sind. Es macht Mut für die Zukunft, dass es nicht mehr nur darum geht, unseren ökologischen Fußabdruck auf diesem Planeten möglichst zu minimieren, oder, nach einer fundamentalistischen Öko-Ansicht, ganz zu eliminieren. (Ist Selbsthass typisch deutsch?) Diese in WIE vertretenen Meinungen gehen davon aus, dass wir uns genauso gut als integralen Bestandteil der Evolution betrachten können. Ein Bestandteil, dem es obliegt, Natur und Kultur, auf dem Weg der zunehmenden Komplexität zu einer Symbiose zu führen.
Einer der deutschen Vertreter dieser Sichtweise ist Prof. Dr. Michael Braungart. So empfiehlt er z.B., dass wir nicht mehr in Abfallwirtschaftskategorien denken und unsere Bemühung auf Abfallminimierung richten sollen. Er fordert vielmehr, die Aufmerksamkeit auf den Begriff Nährstoffkreislauf zu richten. Es geht ihm um Produkte, die nach Gebrauch wieder in einen wirtschaftlichen Nährstoffkreislauf eingegliedert werden, anstatt der Entsorgung anheim zu fallen. In Holland gibt es inzwischen ganze Regionen, die eine solche Kreislaufwirtschaft entwickeln wollen.
Ein Beispiel von vielen in dem Heft, die mir Mut machen und mich zum Nachdenken bringen. Die Themen regional nachhaltige Lebensmittelspezialitäten und Nährstoffkreisläufe müssten sich doch verbinden lassen!
6.2.2008 bei 14:49
Richtig und wichtig aus meiner Sicht, sich von dieser defensiven Haltung des Sparens und Vermeidens in Richtung konstruktivem Aufbauen, Gestalten und Erfinden zu entwickeln!
7.2.2008 bei 12:19
Sehr spannend in diesem Zusammenhang ist wie Website http://www.worldchanging.com. Sie repräsentiert ziemlich gut die dortige Szene “Bright Green”. Es ist dort aber auch die Tendenz festzustellen, dass die Technikverliebtheit die “spirituellen” Grundlagen wieder einmal über Bord wirft. P.S. Dein Brotrezept hat diesen Winter viel Ehre eingelegt. H.-G.